Fernanda d'Almeida
Wie bist du zur Musik gekommen? I
Seitdem ich klein war, habe ich immer sehr gerne gesungen. Ich war ein „singendes Kind“, das jedes Lied sehr schnell und genau lernte. Und obwohl ich sehr kunstorientiert war, erhielt ich meine erste musikalische Ausbildung, nachdem ich schon 20 Jahre alt war.
Nach dem Gymnasium habe ich ein Psychologie Studium begonnen und gleichzeitig nahm ich parallel meine ersten Gesangsstunden. Nach ungefähr 2,5 Jahren habe ich das Psychologie Studium abgebrochen und mich entschieden, mich mit Leib und Seele die Musik hinzugeben. Ich habe den Gesangsunterricht fortgesetzt und angefangen mich mit Musiktheorie und Klavierunterricht zu befassen. Ein paar Jahre später habe ich die Aufnahmeprüfung für das Lehramt Studium für Musik an der Bundesuniversität UFRGS in Porto Alegre – meine Heimatstadt in Brasilien - bestanden.
Wie sah der weitere musikalische und berufliche Werdegang aus?.
Seit Mitte des Lehramtstudiums begann ich als Musiklehrerin zu arbeiten. In Musikschulen unterrichtete ich Gesang (Einzelunterricht) und an der Universität nahm ich an einem Programm teil, bei dem die Musikstudenten Laien in Kursen (große Gruppen) Musiktheorie beibrachten. Als Sängerin sang ich in verschiedenen Chören, von klassischem Repertoire mit Orchestern bis Body-Percussion Gruppe mit brasilianischer und lateinamerikanischer Musik.
Nach dem Abschluss wollte ich meine Kenntnisse erweitern und vertiefen und da ich mich schon immer für fremde Kulturen interessiert habe, habe ich mich entschieden, nach Deutschland zu ziehen. In Frankfurt studierte ich Gesangspädagogik im Dr. Hoch’s Konservatorium, weil meine Leidenschaft und mein Interesse immer auf der Arbeit und Entwicklung der Stimme lagen. Während der Studienzeit hatte ich das Glück, im Extrachor im Staatstheater Darmstadt mitzusingen und das war eine der schönsten Erfahrungen meiner Ausbildung in Deutschland.
Was bedeutet dir die Musik und der Beruf als Musikpädagoge/Musikpädagogin heute? .
Meiner Meinung nach verleiht die Musik dem Leben Anmut und Bedeutung. Sie ist die Sprache aller Sprachen. Sie ermöglicht Verbindungen zwischen verschiedenen Kulturen, sie fördert neue Weltanschauungen, sie begeistert die Massen und tröstet die schweren Herzen.
Als Musikpädagogin strebe ich nach einem positiven Einfluss auf das Leben der Schülerinnen und Schüler, so dass sie durch den Musikunterricht nicht nur ihre musikalischen Fähigkeiten weiter entwickeln, sondern auch ihre Persönlichkeit entfalten und ihr Selbstwertgefühl gestärkt wird.

